KG bei Mukoviszidose

Die Mukoviszidose wird auch als cystische Fibrose bezeichnet und ist eine angeborene Stoffwechselerkrankung. Die Bezeichnung kommt aus dem Lateinischen und setzt sich aus den Begriffen „mucus“ (Schleim) und viszidus (zäh) zusammen. Sie betrifft vor allem das Verdauungssystem sowie die Lungen und wird normalerweise bald nach der Geburt diagnostiziert. Mit einer entsprechenden Behandlung und Therapie können die Betroffenen in vielen Fällen ein relativ normales Leben führen. Die Erkrankung tritt fast nur unter weißen Menschen auf. In Deutschland leidet etwa eines von 3000 Neugeborenen an Mukoviszidose.

 

Für einen günstigen Krankheitsverlauf ist eine frühe Diagnose mit direkt anschließendem Therapiebeginn sehr entscheidend. Zwar kann bisher nicht die eigentliche Ursache der Mukoviszidose, der Gendefekt, therapiert, aber die Symptome kontrolliert und gemildert werden. Indem Mangelzustände ausgeglichen, Fehlfunktionen kompensiert und Organzerstörungen vermieden werden, kann ein hohes Maß an Lebensqualität erzielt werden.

 

Zentrale Elemente einer konsequenten lebenslangen Behandlung bestehen in: einer schleimlösenden und muskulaturstärkenden Behandlung und Physiotherapie, welche eine spezielle Atemtherapie, eine krankengymnastische Behandlung sowie eine regelmäßige Inhalationsbehandlung umfasst, einer Behandlung der Verdauungsstörung mit Hilfe einer ausreichenden Zufuhr von Energie, Enzymen und Vitaminen, einer Sauerstoff-Therapie, falls die Luge schwer betroffen ist, sowie einer antibiotischen Behandlung.

 

Durch stetige Weiterentwicklungen und Verbesserungen der Therapieformen sind Lebensqualität und Lebenserwartung bereits deutlich gestiegen. Neue Therapie-Ansätze lassen mittelfristig zum Beispiel auch auf eine direkte medikamentöse Behandlung des krankhaften Eiweiß-Komplexes hoffen, so dass sich das Fortschreiten der Mukoviszidose aufhalten ließe.

 

Richtwert für die Behandlungszeit laut VdAK-Vertrag: 60 Minuten

Inkl. der erforderlichen Dokumentation und Nachbereitung der Behandlung.